Bandonion-Vereine

Arbeiter musizieren für Arbeiter. Bekannt sind Chöre, Mandolinenorchester, Schallmeienkapellen. Aber Bandonion? Das Instrument bringt man sonst mit dem Tango in Verbindung. Aber zur Weimarer Zeit gab es über 14.000 Bandonionspieler, organisiert in mehr als 1.000 Vereinen.

Das Repertoire erstreckte sich von Ouvertüren über Ballhaus bis hin zu „revolutionärer“ Musik – wenn auch seltener. Überwiegend ging es um populäre, tanzbare Musiken. Es waren populäre Musikdarbietungen, zur Lebensfreude und die den Arbeiteralltag erträglich gestalteten.

Schroll ordnet eine Musikbewegung zeitlich und gewissermaßen auch politisch in den Rahmen von populärer Musik ein. Gleichzeitig auch ein literarisches Denkmal an ein einst höchst beliebtes, jetzt fast vergessenes Vereinswesen der Arbeiterkultur.

Erscheint voraussichtlich Herbst 2019 – ISBN 978-3-946652-26-7; ca. 260 Seiten mit Abbildungen